Presse

Auszeichnungen für BR Puls, NDR Panorama, Welt am Sonntag und Der Spiegel

Die Preisträger des Herbert Quandt Medien-Preises 2017 stehen fest. Aus 248 Einreichungen hat das Kuratorium der Johanna-Quandt-Stiftung vier herausragende wirtschaftsjournalistische Beiträge ausgewählt. Die insgesamt 50.000 Euro Preisgeld gehen an Journalisten der Redaktionen BR PULS, NDR Panorama, Welt am Sonntag und Der Spiegel. „Die Preisträger zeichnen sich durch gründliche Recherche, innovative Erzählformen und eine weitsichtige Themenwahl aus“, begründet der Kuratoriumsvorsitzende der Johanna-Quandt-Stiftung, Stefan Quandt, die Juryentscheidung. „Mit originellen Zugängen und journalistischem Feingespür vermitteln sie anschaulich und nachvollziehbar komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge.“

20.000 Euro für „Was ist uns Musik noch wert?“ (BR Puls)

Michael Bartlewski, Robert Stöger, Katrin Focke und Frank Seibert erhalten einen mit 20.000 Euro dotierten Herbert Quandt Medien-Preis für ihren crossmedialen Beitrag „Was ist uns Musik noch wert?“, produziert von BR PULS, ausgestrahlt am 29. Februar 2016 in der ARD. Das Kuratorium würdigt damit die sehr gute Recherche und das originelle und ansprechende Hinterfragen wirtschaftlicher Zusammenhänge von Musikindustrie, Streamingdiensten, Labels und Interpreten. Die Preisträger beschränken sich nicht auf konventionelle Medien wie Fernsehen oder Hörfunk, sondern setzen auch crossmediale Formate, wie den BR Blog „Puls“, „Youtube“ und „Facebook“ ein.

15.000 Euro für „Herr Abass und das geklaute Land“ (NDR Panorama)

Pia Lenz und Kristopher Sell werden für ihre Fernseh-Reportage „Herr Abass und das geklaute Land“, ausgestrahlt am 7. Juni 2016 im NDR-Magazin Panorama, mit einem Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro geehrt. Durch eine unkonventionelle Herangehensweise offenbaren sie die Absurdität eines Entwicklungsprojektes in Sierra Leone, das in Deutschland nicht hätte umgesetzt werden können, in Afrika jedoch mit deutschen Fördergeldern subventioniert wurde. Der Film zeigt auf, wie leicht Abhängigkeit und Korruption in dem afrikanischen Land zum Verlust von Eigentum und zu wirtschaftlicher Abhängigkeit führen. Der Film hinterfragt offen und direkt die Verantwortlichkeiten beim Scheitern von Entwicklungshilfeprojekten.

7.500 Euro für „Der Code des Bösen“ (Welt am Sonntag)

Marc Neller erhält in diesem Jahr für seinen am 1. Mai 2016 in der Welt am Sonntag erschienen Artikel „Der Code des Bösen“ ein Preisgeld in Höhe von 7.500 €. Marc Neller beschäftigt sich mit der Welt der Cyberkriminalität. Der stilsichere und wortgewandte Artikel lässt den Leser intensiv daran teilhaben, wie einem der gefährlichsten Hacker der internationalen Cyber-Szene das Handwerk gelegt wird.

7.500 Euro für „Schmerzpunkte überall“ (Der Spiegel)

Ann-Kathrin Nezik wird für ihren im Spiegel am 1. Oktober 2016 erschienen Beitrag „Schmerzpunkte überall“ ebenfalls mit einem Preis in Höhe von 7.500 € ausgezeichnet. Anschaulich schildert Ann-Kathrin Nezik am Beispiel eines mittelständischen Maschinenbauers, dass die Digitalisierung nicht mit der Markteinführung endet: Die Bereitschaft des Kunden entscheidet über Erfolg oder Misserfolg am Markt und letztlich darüber, ob und in welcher Form der Fortschritt in den Unternehmen Einzug halten wird. Eine hintergründige Reportage, die zum Nachdenken anregt.

 

Der Herbert Quandt Medien-Preis wird seit 1986 in Erinnerung an die Persönlichkeit und Lebensleistung des Unternehmers Dr. Herbert Quandt verliehen. Der Preis würdigt Journa­listen und Publizisten, die sich in herausragenden und allgemein verständlichen Beiträgen mit der Rolle von Unternehmern und Unternehmen in der Marktwirtschaft auseinandersetzen.

Dem Kuratorium der Johanna-Quandt-Stiftung gehören Stefan Quandt (Vorsitzender), Stephan-Andreas Casdorff, Chefredakteur des „Tagesspiegel“ (stv. Vorsitzender), Michaela Kolster, Programmgeschäftsführerin von PHOENIX, Horst von Buttlar, Chefredakteur von „Capital“, und Jan-Eric Peters, Chief Product Officer und Editor in Chief von „Upday“ an.

Die 1995 gegründete Johanna-Quandt-Stiftung setzt sich dafür ein, das Verständnis für die marktwirtschaftliche Ordnung und die Bedeutung des privaten Unternehmertums in der Öffentlichkeit und in den Medien zu fördern.